Bootsschule Regensburg

DMYV anerkannte Ausbildungsstätte

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Karfreitag der Dreizehnte     Autor: Hans Sakowski

eine Geschichte über einen Prüfungstörn mit Hindernissen.. und aus dem leidvollen Leben eines Profiskippers..

Download PDF Kapitel 1: Eine bunte Crew geht auf Prüfungstörn 

Download PDF Kapitel 2: Training, Training, Training.. und ein Ausflug ins Reich der Träume..

Download PDF Kapitel 3: der schwarze Freitag

.Ausschnitt aus Kapitel 1... ( zum vollständigen Lesen PDF Datei herunterladen)....

Die neue Crew war erst gegen 16.00 Uhr zu erwarten.  Genug Zeit also für mich als Skipper endlich mal ein bisschen Privatsphäre zu genießen. Circa sechs Stunden die ich auskosten wollte. Jede Minute. Mit Schlafen, Spazieren gehen in der Marina, alte Freunde und Insider dort wieder sehen und klönen, ohne nach 5 Minuten sagen zu müssen:

 „Tut mir leid, wir haben uns zwar zwei Jahre nicht gesehen, ich würde auch gern tagelang mit Dir reden und abends einen draufmachen - aber meine Crew wartet ungeduldig auf mich!“

Es bleibt in solchen Situationen wirklich keine Zeit mehr, über die vielen Dinge die in zwei Jahren einem lieben Freund widerfahren sind zu reden, so gerne man´s täte.

All das wollte ich nun tun. Daneben genüsslich einen Cappuccino auf der sonnigen Terrasse der vertrauten Pizzeria schlürfen, in mein Notizbuch Erlebnisse schreiben. Mit der Bedienung flirten. Dann vielleicht das Schiff aufräumen und den Eincheck der Crew nochmals planen.

Eben noch zum Abschied gewinkt, drehte ich mich um und – sah eine Stimme vor mir. Gleichzeitig schmetterte eine kräftige Pranke auf meine Schulter, wobei ich augenblicklich um 5 Zentimeter schrumpfte.

„Hallo Skip! Wir sind schon heut früh um vier Uhr angekommen! Haben Euch überall gesucht. Wo ist das Schiff? Wir müssen sofort unsere Lebensmittel draufbringen, damit nichts verdirbt. Wo ist der Kühlschrank? Ist er kalt? Wir müssen uns sofort hinlegen und ein bisschen schlafen. Wann kriegen wir unsere Pässe? Wann geht’s los? Wohin fahren wir heute? Wie wird das Wetter? Wo schlafe ich? Wo können wir das Auto hinstellen? Hans Du kriegst noch Geld, können wir das gleich machen? Das Schiff schaut aber aus! Haben die nicht zusammengeräumt?“

Die Sätze passten nur deshalb zwischen drei Atemzüge, weil sie von drei Personen gleichzeitig gesprochen wurden. Ich hatte zur Antwort nur eine Stimme – und die versagte mir.

Aus der Traum! Keep smiling Skip! Aber wie? Haben Sie schon mal versucht gerade in der Sekunde zu lächeln, als Ihre Wünsche wie ein Kartenhaus zusammengefallen sind?....

 

(PS: über Feedbacks ist der Autor dankbar)

© 2000 Hans Sakowski