14 Tage in Kroatien auf
Bavaria 36 „MAJA“.
Charterbasis: Marina-Charter in
Trogir auf der Halbinsel Ciovo.
Törnroute: Trogir - Solta
-Vis - Hvar-Pakleni - Pjeljesak - Korcula - Mljet - Lastovo - Hvar - Solta - Trogir.
Anfahrt:
Von Split bzw. von der Autobahn A1 (Abfahrt Prgomet)
Richtung Trogir Centar. Am Markt links abbiegen über die Brücke zur Altstadt.
Die Straße führt links an der Altstadt vorbei, dann über die zweite Brücke auf
die Halbinsel Ciovo. Nach der Brücke rechts weiter; man fährt auf die Marina zu.
In die erste Staße rechts abbiegen (nach der ersten Häuserreihe nach der Pier).
Die Straße führt dann auf den Parkplatz der Werft, kurz davor geht es rechts in
die Marina.
Der Flughafen Split befindet sich etwa ½ Stunde von der
Marina entfernt. Es bietet sich an, das als Reisemöglichkeit zu nutzen. Der
Vercharterer bietet einen Transfer für 50 Euro (hin + rück) für bis 8 Personen
an. Auf dem Marinagelände befindet sich ein kleiner Supermarkt für die nötigsten
Lebensmittel an Bord (07:30 bis 20:00 Uhr).
Parkplätze:
Auf dem Marinagelände gibt es sehr wenig Parkmöglichkeiten
und der Werftparkplatz wird ausschließlich den Werft-Arbeitbeitern reserviert.
Eine Seitenstraße weiter oben gibt es Parkmöglichkeiten
entweder in der Straße oder am Ende links auf einem (etwas ungepflegtem) relativ
steilen Hang-Grundstück mit einigen Bäumen. Der Parkplatz am Ende der Straße
gehört ebenfalls zur Fabrik und ist tabu.
Hinweis zum Lebensmitteleinkauf fürs Schiff:
Wenn man von der neuen Autobahn A1 die Ausfahrt Sibenik
nimmt, gelangt man nach ca. 5km zu einem Einkaufszentrum „Konzum“, ähnlich
gestaltet wie z. B. Globus Neutraubling, in dem man zu günstigen Preisen nahezu
alles bekommt wie hier zu Lande. Auch Koch-Küchenausstattung, Toilettenartikel
usw. bis Werkzeug gibt es (hier noch kein Plastikflaschen-Pfand!). Nach dem
Einkauf fährt man günstigerweise wieder zurück zur Autobahn.
Die Mole:
Die Mole mit den Charter-Schiffen befindet sich am Anfang
der Marina von der Brücke zur Altstadt aus gesehen. An diesem Ende der Marina
gibt es außerhalb etwa 8 Parkmöglichkeiten, die man zum Be- und Entladen des
Schiffes kurzzeitig nutzen kann. Zwar waren diese meist belegt, wenn jedoch ein
Fahrer beim Wagen bleibt, kann man sich solange auch hinter die Parkenden
stellen.
An der Mole mitunter sehr starke Geruchsbelästigung
(scheinbar werden abends Abwässer eingelassen)!
Eincheck:
Den Eincheck, vorgesehen um 17:00 Uhr, nimmt das
Charterpersonal vor. Sie füllen die Liste aus und schreiben alle Bemerkungen
auf, die der Skipper beim gemeinsamen Check angibt. Schrammen und Kratzer werden
offentsichtlich nicht berücksichtigt, der Checker hat auf Wunsch aber
aufgenommen: "mehrere Schrammen am Rumpf". Auch vor dem Eincheck kann die
Crew mit dem Gepäck an Bord gehen.
Ausstattung der Schiffe:
Siehe Ausstattungsliste und darüber hinaus folgendes:
Fernglas, Taschenlampe mit Ersatzbatterien, 12V
Handscheinwerfer mit Kabel zum Anstecken am Bordnetz, Handkompass,
Steckdosenleiste 220V, Adria-Seekarten (kleinformatig DIN A3), zwei Dreiecke,
Zirkel, Bleistift, Spitzer, Radiergummi, Nebelhorn, Notracketen, Werkzeugkasten,
Erste-Hilfe-Kasten, Ersatzimpeller, etwas Motoröl. Mit den Bootspapieren wird
neben Törnvorschlägen das „Küstenhandbuch Kroatien“ von Edition Maritim (Din A4)
für den Törn ausgehändigt. Achtung: Es sind keine Hafenhandbücher
an Bord!
Spülmittel, Brotkorb, Schwamm, Geschirrtücher, Handtücher
(Standardgröße) für Crew und Bettwäsche befindet sich bereits an Bord. Der
Gasbehälter wird vor jedem Törn durch einen vollen ersetzt, ein weiterer voller
befindet sich an Bord.
Das Schiff wird sehr sauber übergeben. Man ist auf
größtmöglichen Komfort bedacht.
Leider wird auf die Technik weniger Energie verwendet (die
Leerlauftaste am Ganghebel fehlte und wurde nicht ersetzt, das Motoröl war
schwarz wie Druckerschwärze, die rotgrüne Laterne wurde erst auf Bitten hin
repariert, an vielen Stellen Ansätze von Bewuchs am Schiffsrumpf und Ruder).
Auscheck:
Problemloser Auscheck. Ab Fr. 18:00 Uhr möglich, auch
bei noch nicht leergeräumtem Schiff. Alle angegebenen Mängel werden notiert
(hoffentlich auch behoben?!). Zerbrochenes Geschirr wird vom Vercharterer
ersetzt.
Es wird nur geprüft, ob die nautische Ausstattung
vollzählig vorhanden ist, Motor und Anker funktionieren, und ob die Segel Risse
haben. Die Bilge wird nachgesehen und das WC geprüft. Ein Taucher prüft den
Rumpf unten. Der Auscheck läuft sehr schnell ab.
Gesamteindruck:
Der Vercharterer ist sehr auf das Wohlbefinden des
Urlaubers bedacht. Beim Eintreffen am Stützpunkt werden kostenlos kühle Getränke
angeboten. Es werden durchweg hohes Entgegenkommen und Unkompliziertheit
gezeigt, kleine Defekte und Schrammen vom Törn spielen keine Rolle. Man ist auf
ein angenehmes und vertrauensvolles Verhältnis bedacht.
Marina-Charter Trogir ist durchaus zu empfehlen, wenn man
sich der Kontrolle der technischen Ausstattung selbst genauer annimmt (sollte
der Skipper ja sowieso tun).
Susanne Grünwald (Co-Skipper)
Achim Grünwald (Skipper)
P.S.:
Der Törn verlief von Trogir nach Solta, Vis, Hvar-Pakleni,
Pjeljesak, Korcula, Mljet, Lastovo, Hvar, Solta und zurück nach Trogir. Kroatien
im August ist sehr überfüllt. In den Urlaubshäfen dröhnt oft bis weit in die
Nacht (3 Uhr in Hvar) Kneipenlärm und Techno-„Musik“!!! In Hvar wird nicht nur
an der Mole kassiert (dreifach: Mole-Strom-Wasser, keine Duschen/WC vorhanden),
sondern neuerdings auch bei Ankerliegern im Hafenbereich! Auch beispielsweise im
abseits gelegenen Hafen Loviste (Pjeljesak) versucht man für 24 Stunden 100 Kn
an der Pier zu kassieren (kein Strom-Wasser-WC/Dusche). Bei 2 Stunden Aufenthalt
braucht man „nur“ 50 Kn zu bezahlen. Nachdem sich die Crew entschieden hat,
deshalb wieder abzulegen, wurde plötzlich eingelenkt und man bat uns zu bleiben
und selbst den Preis zu bestimmen!?
In Vis kostet die Pier 250 Kn für Bav.36 inkl. Strom,
Wasser, Dusche/WC.
In Korcula, ACI-Marina, verlangt man für „Kurzparker“ bis 6
Stunden 20 Euro (Mindestsatz). Darunter geht nichts, auch wenn man nur kurz
Wasser fassen will.
Die Restaurantpreise sind höher als hierzulande, wobei die
Leistung sogar vergleichsweise niedrig ist. Dazu kommt die verbreitete
Unfreundlichkeit und spürbare Unlust der Gastgeber.
Auf der Insel Mljet wird pro Person 90kn Eintritt für den
Nationalpark Salzseen verlangt. Darin ist eine Bootsfahrt zum Kloster enthalten.
An der Pier in Pomena (kein Strom-Wasser-WC) werden ca. 100 Kn pro Schiff
verlangt. In Pomena kaum Einkaufsmöglichkeiten.
Man bekommt den Eindruck, dass man fast überall kassieren
will, wo es nur geht. Für ein Kilo Trauben beispielsweise wurden auf Mljet 30
Kn, also etwa 4 Euro verlangt.
Für jemanden, der sich etwas anderes als eine anonyme
Massenabfertigung mit Leistungen von überwiegend geringem Niveau vorstellt, ist
Croatien als Bootsurlaub – zumindest zu dieser Jahreszeit – nicht mehr zu
empfehlen.
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